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Bio nennt man in den USA Organic

Amerikaner essen Pommes und Burger, viel zu süß und viel zu fettig – das ist das allgemeine Vorurteil. Die Wirklichkeit allerdings sieht anders aus, denn Lebensmittel mit der Kennzeichnung „organic“, dem europäischen Pendant zu „Bio“, haben nicht nur in Millionenstädten wie New York Hochkonjunktur. Im weltweiten Vergleich produzieren die amerikanischen Farmer sogar die meisten Lebensmittel mit dem Label „organic“. Die amerikanische „Organic Trade Association“ schätzt, dass allein amerikanische Verbraucher rund 27 Milliarden Dollar pro Jahr für Biolebensmittel ausgeben. Ob in den Supermärkten von New York oder auf den so genannten Farmer’s Markets, die auch in New York stattfinden – Biolebensmittel liegen im Trend.

Die Unterschiede zwischen deutschen oder europäischen Biolebensmitteln und der amerikanischen Bezeichnung „organic“ sind dabei wesentlich kleiner, als man vermuten könnte. So gibt es in den USA, ähnlich wie in den meisten Ländern Europas, ein offizielles Siegel, das organic Lebensmittel kennzeichnet und vom US-Landwirtschaftsministerium vergeben wird. Daneben gibt es noch eine Vielzahl kleinerer Siegel, die teilweise von den Landwirtschaftsverbänden selbst verliehen werden. Produkte mit dem offiziellen Siegel garantieren, dass die Herstellungspraktiken bei mindestens 95 Prozent der Inhaltsstoffe des Produktes im Einklang mit dem Ökosystem stehen. Und weil die entsprechenden Anforderungen nahezu identisch sind, dürfen seit kurzem auch Organic-Lebensmittel aus den USA unter dem Label „Bio“ in der EU vertrieben werden. Einzige Unterschiede zwischen den beiden Standards: In der EU dürfen erkrankte Kühe mit Antibiotika behandelt und danach wieder in die Herde integriert werden, ohne dass die Herde ihr Biosiegel verliert – das geht in den USA nicht. Dafür dürfen beim Anbau von Organic-Äpfeln in den USA Antibiotika genutzt werden, was wiederum in der EU verboten ist. Ansonsten können sich Verbraucher darauf verlassen: Wo „organic“ draufsteht, ist auch „Bio“ drin. Weitere Informationen rund um das Thema Bio findet man unter Organic New Yorker oder auch auf NOFA-NY (Northeast Organic Farming Association) wo auch unter anderem ein Bio-Ratgeber für New York zu finden ist.

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